Diabetes-Katzen

Deine Katze hat Diabetes? Wir helfen.

Informationen zu Schmerzmedikamenten

Bei einer Behandlung mit Schmerzmedikamenten sind die Vor- und Nachteile genau abzuwägen und mit dem Tierarzt abzusprechen.
Informiere dich und frage nach!
Vor Anwendung eines Schmerzmedikamentes ist das Körpergewicht ist genau zu ermitteln, um eine Überdosierung zu vermeiden.
Die Kombination von Teufelskralle und Schmerzmedikamenten ist kontraindiziert! 

Metacam  

Nichtsteroidales Antiphlogistikum für Katzen
Wirkstoff: Meloxicam

Indikationen:

Verminderung von geringen bis mäßigen post-operativen Schmerzen und Entzündungen nach operativen Eingriffen bei Katzen, z.B. orthopädischen Eingriffen und Weichteiloperationen.
Zur Behandlung von akuten und chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates, wie z.B. Disko-/ Spondylopathien.  

Anwendungseinschränkungen/Kontraindikationen:

Metacam ist kontraindiziert bei Tieren mit Herz-, Leber- und klinisch manifesten Nierenstörungen sowie bei Tieren, bei denen die Möglichkeit von gastrointestinalen Ulcerationen oder Blutungen besteht. Nicht anwenden bei Tieren mit nachgewiesenen Blutgerinnungsstörungen oder bekannter individueller Überempfindlichkeit gegenüber Meloxicam oder einem der Hilfsstoffe.  

Vorsichtsmassnahmen:

Während der Behandlung ist für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu sorgen.
Längere Behandlungen sollten unter Kontrolle des Blutstatus durchgeführt werden.

Nicht anwenden bei dehydrierten, hypovolämischen und hypotonischen Tieren, da ein potenzielles Risiko von renaler Toxizität besteht.
Wie bei allen nicht- steroidalen Antiphlogistika ist die Behandlung von altersschwachen Tieren mit einem erhöhten Risiko verbunden.
Wenn die Anwendung bei solchen Tieren nicht vermieden werden kann, so hat dies unter genauer klinischer Beobachtung zu geschehen.

Wenn unerwünschte Wirkungen auftreten, sollte die Behandlung abgebrochen werden und ein Tierarzt aufgesucht werden.
Post-operative Schmerzen und Entzündungen nach operativen Eingriffen:

Falls eine zusätzliche Schmerzlinderung erforderlich ist, sollte eine multimodale Schmerzbehandlung in Erwägung gezogen werden.

Chronische Erkrankungen des Bewegungsapparates:

Die Reaktion auf eine Langzeittherapie sollte in regelmäßigen Abständen durch einen Tierarzt überwacht werden.  

Unerwünschte Wirkungen:

Es ist mit den typischen Nebenwirkungen der nicht-steroidalen Antiphlogistika wie Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall, teerartiger Kot, Apathie und Nierenversagen zu rechnen. Diese Nebenwirkungen sind in den meisten Fällen vorübergehend und klingen nach Abbruch der Behandlung ab, können aber bei Nichtbeachten in einzelnen Fällen auch schwerwiegend oder lebensbedrohlich sein.

Wechselwirkungen:

Andere nicht-steroidale Antiphlogistika, Diuretika, Antikoagulantien, Aminoglykosid-Antibiotika und Substanzen mit einer hohen Plasma-Protein-Bindung können um die Protein-Bindung konkurrieren und somit zu toxischen Effekten führen. Metacam orale Suspension sollte nicht zusammen mit anderen nicht -steroidalen Antiphlogistika oder Glukokortikoiden verabreicht werden.

Eine Vorbehandlung mit entzündungshemmenden Mitteln kann als Folge zusätzliche oder verstärkte Nebenwirkungen hervorrufen. Daher sollte vor dem Einsatz von Metacam orale Suspension die Behandlung mit solchen Mitteln für mindestens 24 Stunden ausgesetzt werden.

Bei der Festsetzung der Dauer der behandlungsfreien Periode sind jedoch die pharmakokinetischen Eigenschaften des vorher verwendeten Produktes zu berücksichtigen.

Warnung vor Metacam: http://www.wetterau-katzen.de/phpbb/viewtopic.php?t=8012

Metacam und Cortison nie zusammen geben da es zu  Blutungen im Verdauungstrakt (Magen/Duodenum) kommen kann.

Dafür wäre Novalgin geeigneter.

Rimadyl, Canidryl, Carprodyl, Dolagis, Rimifin, Paracarp, Carprotab  

Nichtsteroidaler Entzündungshemmer für Hunde und Katzen
Wirkstoff: Carprofen

Ausscheidung:

Überwiegend über die Galle. Ein kleiner Teil wird über den Harn ausgeschieden.

Indikationen:

Post-operative Schmerzminderung und Entzündungshemmung nach orthopädischer und Weichteil-Chirurgie. Eine angemessene Schmerzausschaltung ist wichtig, um den perioperativen Stress zu minimieren und die postoperative Erholungsphase zu beschleunigen.
Generell soll die Applikation eines Analgetikums vor einem schmerzhaften Eingriff eingesetzt werden; die Wirksamkeit in der Aufwachphase ist dadurch besser.

Wegen der längeren Halbwertszeit und der geringeren therapeutischen Breite ist der klinische Verlauf sorgfältig zu beobachten. 

Zur Einhaltung der Dosierung wird die Verwendung von Spritzen mit einer 0.1 ml-Skala (sog. Tuberkulinspritzen) empfohlen. Eine Fortsetzung der analgetischen Behandlung mit Rimadyl ist kontraindiziert.

Anwendungseinschränkungen/Kontraindikationen:

Nicht intramuskulär verabreichen.
Die Anwendung bei trächtigen Tieren ist nicht untersucht und nicht angezeigt.
Wie bei anderen NSAIDs treten vereinzelt Leber- und Nierenstörungen auf.

Vorsichtsmaßnahmen:

Die angegebene maximale Dosierung darf nicht überschritten werden. Katzen dürfen nicht peroral behandelt werden.

Carprofen soll nicht bei Tieren mit eingeschränkter Nieren-, Leber- oder Herzfunktion oder bei Tieren mit gastrointestinalen Ulcerationen oder Blutungen eingesetzt werden. Vorsicht bei jungen (< 6 Wochen) und älteren Tieren.

Unerwünschte Wirkungen:

Überdosierung führt bei Katzen nachweislich zu temporären Schäden in der Darmmukosa, welche aber spontan wieder abheilen.

Wechselwirkungen:

Nicht gleichzeitig mit anderen NSAID's, nephrotoxischen oder stark proteingebundenen Medikamenten verabreichen!

Onsior  

Nichtsteroidaler Entzündungshemmer für Katzen
Wirkstoff: Robencoxib

Indikationen:

Schmerzminderung und Entzündungshemmung bei Störungen des Bewegungsapparates.Post-operative Schmerzminderung und Entzündungshemmung nach Weichteil-Chirurgie

Ausscheidung:

Robenacoxib wird hauptsächlich über die Galle ausgeschieden.  

Dosierung / Anwendung:

Akute Störungen des Bewegungsapparates
I.d.R. 6 Tage lang!
Bis zu einem Körpergewicht von 6 kg 1x täglich 1 Tablette (6mg)

Über 6 kg 1x täglich 2 Tabletten.

Die Tabletten mit Hefegeschmack werden in der Regel von den Katzen freiwillig aufgenommen.
Die Tabletten sollen nicht geteilt werden.  

Anwendungseinschränkungen/Kontraindikationen:

Robenacoxib soll nicht bei Katzen mit gastro-intestinalen Ulzerationen angewendet werden.
Nicht zeitgleich mit Cortikosteroiden oder anderen nichtsteroidalen Entzündungshemmern (NSAIDs) anwenden.
Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Robenacoxib oder die Hilfsstoffe.

Vorsichtsmaßnahmen:

Die Verabreichung von Robenacoxib an Katzen mit eingeschränkter Herz-, Nieren- oder Leberfunktion sowie an dehydrierte, hypovolämische oder hypotonische Katzen ist mit Vorsicht durchzuführen. Lässt sich die Behandlung solcher Tiere nicht vermeiden, hat diese unter tierärztlicher Beobachtung zu geschehen.

Bei Katzen mit einem erhöhten Risiko für gastro-intestinale Ulzerationen oder bei Katzen mit Unverträglichkeiten zu anderen NSAIDs, ist Robenacoxib nur unter strenger tierärztlicher Beobachtung anzuwenden.

Wie bei anderen NSAID kann eine Überdosierung bei empfindlichen oder geschwächten Tieren zu gastrointestinalen, renalen oder hepatischen Vergiftungserscheinungen führen. Ein spezifisches Antidot existiert nicht. Als Therapie empfehlen sich die Verabreichung von Substanzen, die eine schützende Wirkung auf den Verdauungstrakt ausüben und die Infusion von Kochsalzlösungen. Daneben sollte eine symptomatisch unterstützende Therapie durchgeführt werden.

Unerwünschte Wirkungen:

In den klinischen Studien wurden häufig milder und vorübergehender Durchfall, weicher Stuhl oder Erbrechen beobachtet.

Wechselwirkungen:

Eine Vorbehandlung mit anderen entzündungshemmenden Substanzen kann das Auftreten oder die Verschlimmerung unerwünschter Wirkungen zur Folge haben. Die Dauer einer Behandlungspause muss anhand der pharmakokinetischen Eigenschaften der vorher benutzten Produkte bestimmt werden.

Gleichzeitige Behandlung mit Arzneimitteln, die einen Einfluss auf die Nierenfunktion haben, wie z.B. Diuretika oder Angiotensin Converting Enzym (ACE)-Hemmer erfordern eine klinische Überwachung.

Eine parallele Behandlung mit potentiell nephrotoxischen Arzneimitteln sollte aufgrund des erhöhten Risikos einer Nierentoxizität vermieden werden.

Bei gleichzeitiger Anwendung anderer Wirkstoffe, die einen hohen Proteinbindungsgrad aufweisen, können diese mit Robenacoxib um die Bindung konkurrieren, was zu toxischen Effekten führen kann.

Tramadol  

Tramadol ist ein vollsynthetischer Arzneistoff aus der Gruppe der Opioide und wird zur Behandlung mäßig starker bis starker Schmerzen verwendet.
Bei intravenöser Gabe darf Tramadol darf nur langsam verabreicht werden, da es sonst zu deutlichen Nebenwirkungen kommt.

Tabletten werden von Katzen nicht gerne aufgenommen, da sie einen bitteren Geschmack haben.
Katzen beginnen nach der peroralen Applikation von Tramadol häufig sehr stark zu speicheln.

Bei oralen Aufnahme von Tramadol wird das Medikament sehr variabel absorbiert.

Es dürfen keine Kombinationsprodukte verwendet werden, die Paracetamol beinhalten.
Unbedingt beachten!
Paracetamol ist für Katzen kontraindiziert!

Novalgin (Novaminsulfon)

Wirkstoff: Metamizol
Metamizol ist ein nichsteroidales Antiphlogistikum 

Dosierung:

1 Tropfen pro kg Körpergewicht. Novalgin kann bei Bedarf alle 6 Stunden geben werden.
Novalgin wird auch als Fiebersenker bei Katzen angewendet. I.d.R. reicht eine einmalige Gabe um Fieber deutlich zu senken.

Unerwünschte Begleiterscheinung:

Katzen die es bekommen fangen direkt nach Gabe an zu sabbern/speicheln.
Das dauert mindestens 10 Minuten. Das ist völlig normal.  

Anwendungseinschränkungen/Kontraindikationen:

Bei Bronchialasthma und Niereninsuffizienz sollte Metamizol nicht verabreicht werden.

 

 Quelle: www.vetpharm.uzh.ch/indexcpt.htm

 Verfasser: Claudia/Paulchen Dezember 2013