Diabetes-Katzen

Deine Katze hat Diabetes? Wir helfen.

Richtig Insulin spritzen  

Für die Injektion mit Lantus, Levemir oder Tresiba werden folgende Spritzen verwendet:
BD Micro-Fine U100 'Demi' 0,3 ml x 8 mm PZN 04144150

Achtung Wichtig!
Insulinspritzen sind sterile Produkte, die nur zum einmaligen Gebrauch geeignet sind.  

  • Bereits nach der ersten Injektion ist die Nadel nicht mehr steril, dadurch kann das Insulin verunreinigt und in der Wirkung beeinträchtigt werden.
  • Die Oberflächenbeschichtung, welche ein sanftes Eindringen der Nadel in die Haut gewährleistet, wird abgerieben.
  • Die Nadelspitze ist nach der ersten Injektion verformt und kann sogar einen Haken bilden,
    was zu Schmerzen und Unannehmlichkeiten, im schlimmsten Fall zu einer Infektion der
    Katze führen kannt.
    Das Risiko von Blutungen und Hämatomen an der Injektionsstelle nimmt zu.

Nachdem man das Insulin blasenfrei aufgezogen hat, wird es subcutan (sub=unter, cutan=Haut) injiziert.

Dazu wird eine Hautfalte zu einem Zelt angehoben.
Gespritzt wird parallel zur Katze, in einem flachen Winkel durch die Zelttür.

Kleiner Tip für Spritzanfänger

Am Anfang von hinten nach vorne spritzen, falls die Katze wegspringt, springt sie aus der Spritze raus und nicht in die Spritze rein.



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Gespritzt wird hauptsächlich im Sattelbereich.
Man kann aber überall spritzen, außer

  • im 3cm Radius neben der Wirbelsäule  
  • im Nacken und zwischen die Schulterblättern, da durch Injektionen (in den 
    meisten Fällen durch Adjuvantien in Medikamenten und Impfungen) 
    Fibrosarkome (Bindegewebstumore) entstehen können.
    Fibrosarkome wachsen sehr schnell und können nur chirurgisch entfernt 
    werden.
    Die Operation muss großflächig erfolgen, da nur so ein Erfolg auf Heilung besteht.
    Bildet sich ein Fibrosarkom im Nacken, ist eine ausreichend radikale OP durch die Nähe zur Wirbelsäule meistens aussichtslos.

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Der regelmässige Wechsel der Spritzstelle ist ein wichtiger Aspekt bei der korrekten
Insulininjektion. Dadurch beugt man dem Entstehen von sogenannten Spritzhügeln (Lipohypertrophie) vor.
Als Lipohypertrophie wird das Wachstum und/oder die Verhärtung des Unterhautfettgewebes im Injektionsbereich bezeichnet.
Man kann z.B. morgens auf der rechten und abends auf der linken Seite das Insulin injizieren und dabei auch mit Einspritzstellen rotieren.

Autoren:
Carmen H./ Petra R., Dezember 2016
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